Kletterlegenden & Experteneinblicke – Die ClimbLife-Ausgabe 9!
Willkommen zur neunten Ausgabe von ClimbLife – unserem monatlichen Newsletter, in dem wir Ihnen eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Fakten und Geschichte rund ums Klettern, die neuesten Nachrichten, die aktuellsten Produkte aus unserem Sortiment sowie den Kletterer der Ausgabe präsentieren.
Namah – Eine Marke eines seit 1898 bestehenden Unternehmens, das sich auf die Herstellung und den Export hochwertiger, UIAA/CE-zertifizierter Seile und Sicherheitsgurte spezialisiert hat.
Fakten und Geschichte zum Klettern
Über Grenzen hinweg: Rysy, der Gipfel zweier Nationen
Der Rysy ist mit seinen 2.501 Metern der höchste Punkt Polens und ein majestätischer Gipfel in der Hohen Tatra. Was macht ihn so besonders? Er liegt direkt an der Grenze zwischen Polen und der Slowakei, wobei sich drei Gipfel auf polnischem und zwei auf slowakischem Gebiet befinden.
Eine Wanderung auf den Rysy ist eine echte Herausforderung. Die polnische Route vom Morskie Oko aus ist steil und spektakulär, während der slowakische Weg vom Štrbské Pleso aus zwar länger, dafür aber landschaftlich reizvoller ist. Der Gipfel bietet einen atemberaubenden Ausblick und das aufregende Gefühl, zwischen zwei Ländern zu stehen. Mit seinem Namen, der „Kratzer“ oder „Spalten“ bedeutet, wird der Rysy seinem rauen Charme voll und ganz gerecht. Und seit dem Schengener Abkommen kann man auf dem Gipfel die Grenze frei überqueren.
Als Abenteuer in großer Höhe mit geopolitischer Note ist der Rysy der Ort, an dem Natur und Geschichte aufeinandertreffen.
In den Nachrichten
Katie McKinstry Stylos schreibt Geschichte auf dem D16 Giant in den Dolomiten
Am 18. März 2025 gelang der amerikanischen Kletterin Katie McKinstry Stylos die erste weibliche Begehung von „Parallel World“ in der Tomorrow’s World-Höhle auf der Marmolada in den Dolomiten, Italien. Diese 60 Meter lange, horizontale Dachroute wurde ursprünglich im Dezember 2018 vom polnischen Kletterer Dariusz Sokołowski erschlossen, der sie mit D16 bewertete. Stylos kletterte die Route im Yaniro-Stil (Figure Four) und verzeichnete damit ihren bislang schwierigsten Aufstieg sowie einen bedeutenden Meilenstein für Frauen im Drytooling. Ihre Leistung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Kletterinnen in diesem Sport.
Produktvorstellung
INDUS 9,0 mm Statikseil – Für Abenteuer gemacht
Das INDUS 9,0 mm Statikseil wurde speziell für Höhlenklettern und Canyoning entwickelt und bietet die perfekte Balance zwischen Flexibilität und robuster Haltbarkeit. Sein Mantel aus 40 % Polyamid sorgt für hervorragende Abriebfestigkeit, während die leichte Konstruktion mit 52 g/m Ihr Gepäck leicht hält.
Dieses Seil ist nach CE EN 1891:1998 Typ B und UIAA 107 Typ B zertifiziert und erfüllt strenge Sicherheitsstandards. Es hält 8 Stürzen mit einer statischen Dehnung von 3,5 % und einer Aufprallkraft von 4,7 kN stand und bietet somit zuverlässige Leistung unter rauen Bedingungen. Dank null Mantelrutsch und hervorragender Knotbarkeit (Bewertung 0,6) gewährleistet es sichere Handhabung, wenn Sie sie am dringendsten benötigen. Ob beim Abseilen in Höhlen oder beim Durchqueren von Schluchten – das INDUS-Seil ist Ihr zuverlässiger Begleiter.
Jean-Christophe Lafaille: Der furchtlose Solokletterer der Hochgebirge
Jean-Christophe Lafaille (1965–2006) war ein renommierter französischer Bergsteiger, der für seine Solo-Besteigungen und Pionierrouten in den Alpen und im Himalaya bekannt war. 1989 gelang ihm als erstem französischen Kletterer die Solo-Besteigung einer Route der Schwierigkeitsstufe 7c+. Zu seinen bemerkenswerten Erfolgen zählt die erste Solo-Besteigung der Route „Divine Providence“ am Grand Pilier d’Angle des Mont Blanc. 1992 überlebte Lafaille während einer Besteigung der Südwand des Annapurna eine schreckliche Tortur: Nach dem tödlichen Sturz seines Partners Pierre Béghin stieg Lafaille mit einem gebrochenen Arm allein die Wand hinab. Er bestieg erfolgreich 11 der 14 Achttausender, viele davon im Alleingang oder über neue Routen. Tragischerweise verschwand Lafaille im Januar 2006 während eines Solo-Versuchs, die erste Winterbesteigung des Makalu, des fünfthöchsten Berges der Welt, zu vollbringen.
Brancheneinblicke
IRATA vs. SPRAT: Die Wahl Ihrer Zertifizierung für Seilzugangstechnik
Bei der Wahl einer Zertifizierung für Seilzugangstechnik ziehen Fachleute in der Regel zwei führende Organisationen in Betracht: IRATA (International Rope Access Trade Association) und SPRAT (Society of Professional Rope Access Technicians). Beide halten strenge Sicherheitsstandards ein, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer globalen Reichweite und ihres Branchenschwerpunkts.
IRATA mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich bietet ein weltweit anerkanntes dreistufiges Zertifizierungssystem an, das vor allem für industrielle und Offshore-Anwendungen bevorzugt wird. Die umfassenden Schulungsprogramme legen großen Wert auf strenge Sicherheitsprotokolle, was IRATA auf vielen internationalen Märkten zum Goldstandard macht.
SPRAT mit Sitz in Nordamerika bietet eine ebenso solide dreistufige Zertifizierung an, legt jedoch größeren Wert auf Vielseitigkeit in den Bereichen Bau, Instandhaltung und Rettungsmaßnahmen. Bemerkenswert ist, dass SPRAT alle drei Jahre eine Rezertifizierung verlangt, während der Zyklus bei IRATA drei bis fünf Jahre beträgt.
SPRAT mit Sitz in Nordamerika bietet eine ebenso solide dreistufige Zertifizierung an, legt dabei jedoch größeren Wert auf Vielseitigkeit bei Bau-, Wartungs- und Rettungseinsätzen. Bemerkenswert ist, dass SPRAT alle drei Jahre eine Rezertifizierung vorschreibt, während der Zyklus bei IRATA drei bis fünf Jahre beträgt.
Der Gipfel ist erst der Anfang mit Namah – ClimbLife.
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Viel Spaß beim Klettern!
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